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                                Zeittafel zum Haus "An der Liebfrauenkirche 7"

 

 

vor 1727:     Nach den Archivunterlagen ist nicht sicher zu belegen, ob vor  dem 3. Großen Stadtbrand 1727 an dieser Stelle der Stadt ein                      Haus gestanden hat.

1757:            Die Zeichnung von B.K Fesca weist an der Westseite der Straße  lediglich 2 wiederaufgebaute Gebäude aus, die Superindentur                       und die Capellaney als Wohnung eines Hilfsgeistlichen.

nach 1757: Das Baujahr des Anwesens ist nicht genau bekannt. Die  Nachbarhäuser Nr. 5 und 6 wurden lt. Inschrift 1763 und 1768                      erbaut. Bauherr war eine Familie von Weyhe. Das Gebäude  gehörte nicht zu den Bürgerhäusern der Stadt, sondern                      unterstand als Kanzleisitz dem Kurfürsten von Hannover. Der Besitzer war gegenüber der Stadt nicht steuerpflichtig.

1830:            Eine Volkszählung in Neustadt nennt die Familien eines Majors  von Weyhe, eines Hauptmanns von Laßberg und ein Frl. von                       Bothmer als Bewohner.

1838:            Ankauf des Anwesens durch Dr. jur. Eggers. Als letzte  Bewohnerin wird ein Frl. von Weyhe genannt.

1850:           Die Stadt kauft das Anwesen von Dr. Eggers mit dem Ziel,  daraus eine moderne Schule zu machen. Darin sollen die alte                       und überfüllte Knabenschule (Haus Nr. 8 "Storchenhaus") und  die gegenüberliegende Mädchenschule (Haus Nr. 5, Platz des                       neugebauten Gemeindehauses) zusammengeführt werden und die  Lehrer bessere Wohnungen erhalten.  Das     

                     Wohngebäude   wurde nach  Plänen des Bauunternehmers Rischbieth mit Wohnungen für 3 Lehrer renoviert. Die damalige                         Raumaufteilung der beiden  Geschosse ist auch heute im wesentlichen erhalten. Im Innenhof  wurde ein massives Gebäude                       für eine 3 klassige Schule gebaut (heutiges Standesamt).

1851:           Am 20.10. feierliche Einweihung der neuen Schule mit Kantor Gleue und Küster Hemme, den bisherigen Lehrern der Knaben-                      und Mädchenschule. Mit steigenden Schülerzahlen mußten weitere  Klassenräume eingerichtet werden in der                                                3. Lehrerwohnung über  der Tordurchfahrt und in der ehemaligen Scheune an der Südseite des Anwesens.  In den zur                      Straße  gelegenen Stallungen hielten die Lehrer ihre Schweine und Hühner, lagen Vorratsräume und eine gemeinsame                     Waschküche.

1929:           Umzug der Volksschule in den Neubau an der Stockhausenstraße.

bis                In das Hauptgebäude der alten Schule zog die Berufsschule ein.  Ins Obergeschoß  kam die Jugendherberge. In den

1945:           Klassenräumen in der alten Scheune wurde vom DRK ein erster Kindergarten  eingerichtet.  Die Kreis-und Volksbücherei                     fand  Platz.

                    Die Wohnungen wurden bis 1934 von den Lehrern bewohnt. Dann  zog die NSDAP mit ihrer SA ins Erdgeschoß. In den letzten                      Kriegsjahren wurde das Gebäude mehr und mehr zu einer Notunterkunft für ausgebombte Flüchtlinge aus Hannover und                     Anlaufstelle für Soldaten. Das DRK stellte das Essen für sie  aus der Gulaschkanone.

Ab               Wohnhaus und Schulräume waren zunächst mit Flüchtlingen  überfüllt.

1945:          Im Erdgeschoß zog bald nach Kriegsende das Arbeitsamt ein. Die Schulräume wurden dann wieder von der Berufsschule                     benutzt, später von der Sonderschule, jeweils bis zum Umzug in eigene neue Schulgebäude. Jugendherberge und Bücherei                     zogen wieder für einige Jahre hier ein. 1975 wurde der südöstliche Gebäudetrakt abgerissen, um der neuen Straßenführung                     Platz zu machen. Im Schulgebäude wurde das Standesamt eingerichtet. Das alte stehengebliebene Wohnhaus wurde renoviert                     und bis heute von verschiedenen Ämtern und Vereinen genutzt (Stadtkämmerei, Arbeiterwohlfahrt, Bund für Selbstschutz,                     Kinderschutzbund, Bund der Vertriebenen, autonome Frauengruppe.)

 

 

 

 

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